Fußball-WM 2006 - Ein Rückblick

Die Fußball-WM 2006 fand vom 9. Juni - 9. Juli in Deutschland statt. Es war die insgesamt 18. FIFA Fußball-Weltmeisterschaft, die aufgrund des wunderschönen Wetters und der hervorragenden Stimmung des Publikums auch den Namen "Sommermärchen" erhielt.

Den Zuschlag für die Fußball-WM 2006 hatte Deutschland im Jahr 2000 erhalten, als es sich knapp gegen Südafrika durchsetzte. Das Motto der WM lautete: "Die Welt zu Gast bei Freunden". Die zwölf Austragungsorte der Spiele waren die Stadien in Berlin, Dortmund, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart, die für die Dauer des Turniers in FIFA-WM Stadien umbenannt wurden.

Neben dem Gastgeber Deutschland hatten sich weitere 31 Mannschaften für die WM-Endrunde qualifiziert, die in acht Gruppen eingeteilt wurden. In der Gruppe A spielten Deutschland, Costa Rica, Ecuador und Polen, in der Gruppe B England, Paraguay, Schweden, Trinidad und Tobago.

In die Gruppe C wurden Argentinien, die Elfenbeinküste, die Niederlande sowie Serbien und Montenegro eingeteilt. In der Gruppe D spielten Angola, Iran, Mexiko und Portugal, in der Guppe E Ghana, Italien (wie wäre es eigentlich mit Italien Auswandern?), Tschechien und die USA. Der Gruppe F zugelost wurden Brasilien, Australien, Japan und Kroatien, der Gruppe G Frankreich, die Schweiz, Südkorea sowie Togo und in der Gruppe H spielten Spanien, Saudi-Arabien, Tunesien sowie die Ukraine.

Das Eröffnungsspiel begann am 9. Juni 2006 mit der Partie Deutschland - Costa Rica, die der offensiv agierende Gastgeber mit 4:2 für sich entschied. Deutschland konnte auch in den weiteren Vorrundenspielen überzeugen und gewann die Spiele gegen Polen und Ecuador mit 1:0 und 3:0. Gruppenzweiter wurde Ecuador, während Polen überraschend ausschied.

In der Gruppe B setzten sich erwartungsgemäß die Favoriten England und Schweden durch, genauso wie in der Gruppe C Argentinien und die Niederlande. Auch in der Gruppe D gab es keine Überraschungen. Portugal und Mexiko hatten gegen die Außenseiter aus Angola und dem Iran die Nase vorn. Spannender ging es in der Gruppe E zu. Hier konnte sich die afrikanische Mannschaft aus Ghana Tschechien aus dem Turnier werfen. Gruppenerster wurde Italien.

Auch in der Gruppe F gab es eine Überraschung: Zwar setzte sich Titelverteidiger Brasilien in der Gruppe klar durch, doch dahinter belegte die Mannschaft aus Australien überraschend den 2. Platz und schlug dabei Kroatien aus dem Feld.

In den Gruppen G und H hingegen setzten sich die Favoriten aus der Schweiz, Frankreich, Spanien und der Ukraine durch und zogen ins Achtelfinale ein.

Dort traf die deutsche Mannschaft in München auf Schweden und gewann mit 2:0. Ebenfalls den Sprung ins Viertelfinale schafften die Mannschaften aus Argentinien, England, Portugal, Italien, Brasilien, Frankreich und die Ukraine.

Im Viertelfinale musste Deutschland in Berlin gegen Argentinien antreten. Das Spiel wurde zu einem der spannendsten des Turniers und ging bis ins Elfmeterschießen, das die deutsche Mannschaft mit 4:2 für sich entschied. In den anderen Partien setzten sich Italien, Portugal und Frankreich durch.

Im Halbfinale spielte Deutschland nun in Dortmund gegen Italien und verlor das Spiel mit 0:2. Während zur großen Entäuschung der Gastgeber nun Italien ins Endspiel einzog, spielte Deutschland in Stuttgart im Kleinen Finale gegen Portugal, das Frankreich 0:1 unterlegen war, und gewann diese Partie mit 3:1. Die Quoten der Fussball-Wetten lagen hier ebenfalls deutlich auf Seiten der Deutschen.

In Berlin kam es am 9. Juli schließlich zum Endspiel zwischen Italien und Frankreich, das erst im Elfmeterschießen mit 5:3 für Italien entschieden wurde. Dabei sorgte das Foul des Franzosen Zinedine Zidane gegen den Italiener Marco Materazzi, zehn Minuten vor Schluss, für großes Aufsehen. Mit dem Sieg im Elfmeterschießen wurde Italien zum vierten mal Fußball-Weltmeister.